Auf Fotopirsch – Blattzeit beim Rehwild

02.08.2020

Der Spätsommer hat begonnen. Die ersten Felder zeigen schon eine schwarze Ackerkrumme. Die Gerste und der Raps sind bereits unter Dach und Fach. In einigen der übrig gebliebenen Getreidefeldern sind merkwürdige Kreise zu finden. Alles Anzeichen dafür, dass die Blattzeit des Rehwildes begonnen hat.

Meine Fototasche ist während dieser Zeit um ein kleines Utensil reicher. Dabei handelt es sich um einen gummiartiger Blasebalg. Mit diesem, ist es bei einiger Übung möglich, die Rufe des weiblichen Rehwildes zu imitieren. So ist es unter Umständen durchaus realistisch das männliche Rehwild anzulocken.

Bei mir klappt es manchmal und es ist dann schon sehr erstaunlich, wie leicht sich die Rehböcke irritieren lassen. Immer gut geschützt, am Besten mit dem Rücken an einem Baum oder einem Gebüsch, hocke ich dann in der Deckung und warte ab. Sofern ein Rehbock in der Nähe ist, dauert es nicht lange und er zeigt sich. In der Regel kommt er bis auf wenige Schritte vor die Kamera. Genau auf diese Momente warte ich. Der Verschluss der Kamera klackt dann unaufhörlich und der Sensor hat zu tun um die zahlreichen Fotos zu verarbeiten.

Bis in den August hinein kann man es probieren. Meine Erfolge sind oben zu sehen. Ich meine, dass es sich gelohnt hat.

Auf Fotopirsch – Rotwild

10.07.2020

Zu dieser Jahreszeit in der Dämmerung durch Mecklenburg zu fahren könnte bedeuten, die ungewollte Bekanntschaft mit wildlebende Tieren zu machen. So ist es mir beinahe ergangen. Glücklicherweise habe ich das Rotwild noch rechtzeitig entdeckt. Es stand an einem Waldrand unmittelbar neben der vielbefahrenen Bundesstraße. Meine Uhr zeigte 22.15 Uhr! Glück gehabt!

Durch diese unverhoffte Begegnung war mein Fotoinstinkt geweckt. Nur Tage später, wieder zur Dämmerung, machte ich mich auf den Weg zu dieser Stelle.

Natürlich war das Rotwild nicht mehr an der Waldkante. Meine Frau hatte den richtigen Instinkt. Sie entdeckte das Rudel Rothirsche auf einer Fläche, die mit kleinen Kiefern aufgeforstet war und nur wenige Schritte hinter der Waldkante lag.

Der Wind stand gut. Wir konnten uns dichter heranpirschen. Final hatte ich eine Distanz zu meinem Fotoziel von ca. 300 m. Vor mir standen ungefähr 30 Hirsche. Teils mit starkem oder weniger ausgeprägten Geweihen. Die größten Hirsche standen noch im Bast. Der stärkste Hirsch aus dem Rudel fegte sein prächtiges Geweih an einem Baum. Völlig ungestört, ein grandioses Schauspiel.

Zum Fotografieren war es bereits zu dunkel. Der ISO Wert lag jenseits der 3.000 bei einer Verschlusszeit von 1/250 Sek.. Filmen bei 1/60 Sek. ist auch bei einem hohen ISO Werten noch möglich, also nutze ich meine Chance und filmte das Schauspiel.