Auf Fotopirsch – Rotwild

10.07.2020

Zu dieser Jahreszeit in der Dämmerung durch Mecklenburg zu fahren könnte bedeuten, die ungewollte Bekanntschaft mit wildlebende Tieren zu machen. So ist es mir beinahe ergangen. Glücklicherweise habe ich das Rotwild noch rechtzeitig entdeckt. Es stand an einem Waldrand unmittelbar neben der vielbefahrenen Bundesstraße. Meine Uhr zeigte 22.15 Uhr! Glück gehabt!

Durch diese unverhoffte Begegnung war mein Fotoinstinkt geweckt. Nur Tage später, wieder zur Dämmerung, machte ich mich auf den Weg zu dieser Stelle.

Natürlich war das Rotwild nicht mehr an der Waldkante. Meine Frau hatte den richtigen Instinkt. Sie entdeckte das Rudel Rothirsche auf einer Fläche, die mit kleinen Kiefern aufgeforstet war und nur wenige Schritte hinter der Waldkante lag.

Der Wind stand gut. Wir konnten uns dichter heranpirschen. Final hatte ich eine Distanz zu meinem Fotoziel von ca. 300 m. Vor mir standen ungefähr 30 Hirsche. Teils mit starkem oder weniger ausgeprägten Geweihen. Die größten Hirsche standen noch im Bast. Der stärkste Hirsch aus dem Rudel fegte sein prächtiges Geweih an einem Baum. Völlig ungestört, ein grandioses Schauspiel.

Zum Fotografieren war es bereits zu dunkel. Der ISO Wert lag jenseits der 3.000 bei einer Verschlusszeit von 1/250 Sek.. Filmen bei 1/60 Sek. ist auch bei einem hohen ISO Werten noch möglich, also nutze ich meine Chance und filmte das Schauspiel.

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