Naturbeobachtungen in freier Natur – Rotwildbrunft 2021

Mein Vorhaben

Die Vorfreude war groß! Vorbereitungen das Rotwild in freier Natur zu beobachten habe ich rechtzeitig getroffen. Dazu zählte, wie in den Jahren zuvor, auch die versteckte Recherche mit meinen Wildkameras. Da ich das Gebiet einigermassen gut kenne, war ich mir sicher, dass auch die vorjährigen Spots den erwünschten Erfolg bringen würden. ..aber es kam anders.

Auf den beiden Wildkameras war nicht das zu sehen was ich mir erhofft hatte. Fast keine Bewegungen an den Plätzen. An der Modderkuhle zog nur das Schwarzwild durch, ab und an auch einmal ein Rothirsch.

[..] und irgendwann waren Schneisen in den Wald gefahren und die Wildkamera verschwunden. Trotz Sicherung mit Stahlseil, Schloß und PIN. Mehr zu meinen Erfahrungen mit der Wildkamera während der Rotwildbrunft erfahrt ihr auf meinem YouTube Kanal https://youtu.be/udq3IFRa9cY.

Die Lösung

Es blieb mir nur noch die Ausweichvariante unweit meines Heimatdorfes. Die Absprache mit dem Jagdverwalter war getroffen und mir wurde ein Ansitz zugewiesen. Die Chancen Rotwild zu sehen waren an diesem Spot mehr als garantiert. Aber auch hier gab es Überraschungen.

Am besagten Tag regnete es zunächst leicht. Fast trockenen Fusses kam ich zum Ansitz auf einem Hochsitz. Der Brunftplatz tat sich sehr weitläufig vor mir auf. Für einen Fotografen ist der Hochsitz nicht unbedingt die optimale Perspektive, eine Wahl hatte ich aber in diesem Fall leider nicht. Das Rotwild liess nicht lange auf sich warten. Das Kahlwild zog nach dem abklingenden Regen aus dem Bestand und zu meiner Freude direkt auf mich zu. Augenblicke später gesellte sich ein Hirsch dazu. Ein prächtiges Tier, der aber scheinbar der Brunft Tribut gezollt hat, denn er humpelte augenscheinlich und hatte Probleme dem Kahlwild zu folgen. Irgendwann legte sich der Hirsch auf die Wiese, unmittelbar vor meinem Standort. Meine Kamera surrte fortan. Meine neue Hardware tat ihren Dienste tadellos.

Neue Erkenntnis

Etwas später schüttete es wie aus Eimern. Der Himmel tat die Schleusen auf. So plötzlich wie das Rotwild gekommen war so schnell war es auch wieder verschwunden. Ich dachte erst an eine Störung durch einen Menschen oder den Wolf aber dies war nicht der Grund. Es war der Regen – Rotwild zieht sich einfach bei starkem Regen in den Wald zurück. Für mich war der Ansitz beendet.

Einige Tage später versuchte ich es in einem anderen Revier. Dort waren die Bedingungen völlig anders. Das Rotwild war nur im Wald oder in einer Schilffläche zu erspähen. Bei Glück auch beim Überqueren einer Schneise aber die Garantie eines Anblicks war überhaupt nicht gegeben. Gerade dies reizt mich. Zumal bei einem Erfolg genau der Teil der Natur-oder Wildlifefotografie bedient wird, den wir alle suchen und erhoffen.

Ein gut belaubter Baum verriet den Hirsch. Er machte sich mit seinem mächtigen Geweih an den Ästen zu schaffen. Verdeckt von den Halmen des Schilfs sah ich das Haupt des Hirsches in einer akzeptablen Entfernung. In diesen Momenten schlägt das Herz schneller, der Puls pocht und der Jagdinstinkt setzt ein. Einige Fotos sind mir aus der Hand gelungen. Wie so oft in solchen Momenten liegt das Stativ immer im Auto. Für mich aber ein gelungener, zumal unverhoffter Abschluss meiner diesjährigen Fotopirsch auf das heimische Rotwild.

Diese Erlebnisse sind nun schon einige Tage her. Zeit um auch die videografischen Eindrücke zu sortieren. Wer einmal einen liegenden Hirsch sehen und vor allem hören möchte, sollte sich das Video ansehen. Das finale Ergebnis und vieles mehr ist auf meinem Kanal zu finden. https://youtu.be/ETREpWigo-o

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