Unterwegs – Kalkwerk Lengefeld

.. Historisches auf dem Weg nach Dresden

Schnell sind die Tage auf dem Fichtelberg vergangen. Es war aber noch nicht das Ende des Urlaubs, denn es folgten noch einige Tage in der sächsischen Landeshauptstadt.

Auf dem Weg dorthin liegt direkt an der Bundesstrasse zwischen Annaberg-Buchholz und Freiberg der Ort Lengefeld. Unübersehbar überragen drei Schornsteine die Silhouette dieses Ortes. Sie gehören zum ehemaligen Kalkwerk Lengefeld, welches zu den bedeutendsten technischen Denkmalen der alten Bindemittelindustrie in Europa zählt.

Da der Weg dorthin einige Hindernisse parat hatte, kam uns eine Unterbrechung der Fahr nach Dresden ganz gelegen. Umleitungen, das Navi im neuen Auto und die (meine) Unkenntnis über dieses neue System liess uns bis hierher vornehmlich auf Nebenwegen fahren, sehr aufreibend, anstrengend und manchmal auch riskant.

Das technische Denkmal ist klein aber sehr fein. Der Eintrittspreis war moderat, die Anlagen sind frei zugänglich und das Personal des Vereins sehr rührig. Bis 1975 hat man hier noch manuell Kalk abgebaut und zu Brand-oder Löschkalk verarbeitet.

Interessant ist auch, dass zum Ende des 2. Weltkrieges das Kalkwerk als Depot für Gemälde und Porzellan der Dresdener Kunstschätze genutzt wurde. Die Rote Armee hat diese Dinge 1945 beschlagnahmt und in die Sowjetunion verbracht. Erst 1955 kamen diese Kunstschätze in die ehemalige DDR zurück. Leider nicht vollständig. Gründe dafür sind rein spekulativ aber eine unsachgemässe Lagerung und der Transport gehören sicherlich dazu.

Ein lohnenswertes Ausflug!

Hinterlasse einen Kommentar.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.