Naturbeobachtungen – ..beim Damwild

17.10.2020

[..] ..militärisch exakt durchziehen Schneissen den Wald, Mittelschneise, Fuchsschneise ist auf den Schildern zu lesen. Breite Wege, an den Rändern aufgeschüttet. Im Wald selbst auffallend viele Gebilde die von einer satten Moosschicht überzogen sind. Kratzt man diese zur Seite kommt stahlbewehrter Beton zum Vorschein. Alles Zeugen der Vergangenheit. In diesem Gebiet befand sich noch vor 75 Jahren eine militärische Anlage.

In der Mitte dieses Areals versammelt sich während der Brunftzeit das Damwild. Inmitten des Hochwaldes, der dort aus dicht stehenden Kiefern besteht, geht es ab Mitte Oktober so richtig zur Sache.

Schon auf dem Weg dorthin fallen die am Wegesrand liegenden Bruftkuhlen auf. Sehr markant und mit einem besonderen Duft versehen. Es ist nicht selten der Fall, dass aus diesen Kuhlen ein Damhirsch aufgeschreckt wird. Ihn vorher rechtzeitig zu sehen ist fast unmöglich und mit viel Glück behaftet.

Die Brunftlaute des Damwildes sind nicht so markant wie die des Rotwildes. Aus diesem Grund muss zum Fotografieren dieser Tiere die Fotodistanz nach Möglichkeit kurz sein. Für mich bei meinen zur Verfügung stehenden 400 mm Brennweite besonders wichtig. Dabei gilt es zu beachten, dass die Tiere bei dem eigenen Tun nicht gestört werden.

Soweit die Randbedingungen.

Mich zog es bereits in dieser Brunftsaison zweimal in den Wald. Der Wind kam bei beiden Malen so, dass ich das Gebiet zunächst weit umrunden musste. Klar war, dass dies nicht ohne Folgen bleiben würde. Natürlich bemerkten mich die aufmerksamen Tiere irgendwann. Im Ergebnis zogen sie sich zurück und blieben auch im dichteren Wald.

Meine Taktik ging nicht auf. Ein anderer Plan muss her, welcher?, hier ist guter Rat teuer.

Einige Schnappschüsse sind mir gelungen. Noch nicht die Ergebnisse, die ich mir erhofft habe aber der Anfang ist gemacht. Lohn dem Tüchtigen, also werde ich noch so manches Mal mein Glück versuchen. Möglicherweise ist ein sehr früher Ansitz der Schlüssel zum Erfolg.

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