Ägypten 2017

24.04.2017 | 3. Tauchtag

5. Tauchgang / Abu Soma

Draußen tobt der Sandsturm. Ich möchte nicht behaupten, dass man die Hand vor Augen nicht sieht aber das gegenüberliegende Ufer und der Port Safaga sind nicht zu sehen. Ein Tag und eine Nacht Sandsturm reichten aus um alle Flächen, ja auch die im Hotelzimmer, mit einem dünnen Sandfilm zu bedecken.
Alle Häfen sind gesperrt, kein Tauchboot darf den Anleger verlassen.
Die Tauchbude der Orca Diver liegt ob der gegenwärtigen Windrichtung etwas im Windschatten. Gegenwärtig der einzige Ort an welchem das Tauchen noch möglich ist. Aufgrund der Strömung, die schon anständig war, fiel die Wahl auf die linke Seite des Hausriffes. An der Spitze des Steges erwartete und eine steife Brise, die Flossen flogen fast davon.
Nach dem Sprung vom Steg tauchten wir sofort ab, ließen uns auf 8 m fallen und dort war von dem Wind nichts zu merken.
Die üblichen, verdächtigen Riffbewohner kamen vor die Kamera. Clownfische in Anomonen zogen mich wieder magisch an. Auf dem Rückweg zum Steg half uns die Strömung.
Beim Ausstieg an der Leiter erfasste uns die Brandung so richtig aber mit Hilfe der Guide’s nahmen wir diese Hürde auch.
Zum Abschluss eine warme Dusche und in den Pullover (…und das in der Wüste!!).

Bewertung: ???
max. Tiefe: 18,3 bei einer Tauchzeit von 53′

6. Tauchgang / Abu Soma Nachttauchgang

Die Sonne schickte sich an am Horizont zu verschwinden. Die ist bei den Orca Diver der Moment, in welchem die Taucher zum Nachttauchgang in die Fluten springen. Zu Dritt waren wir dabei. Die wettertechnischen Randbedingung hatten sich nicht verändert. Das war auch der Grund der Wahl des Spots, denn wir hatten keinen Bock gegen die Strömung zu schwimmen.
Bei ca. 140 bar in der Flasche war es dann auch dunkel. Die Fische hatten sich zum Schutz vor Fressfeinden im Riff versteckt. Die nachtaktiven Lebewesen zeigten sich mehr oder weniger. Kleingetier, wie ich es erhofft hatte, gab sich leider nicht die Ehre. Wahrscheinlich fühlten sie sich, von den starken Tauchlampen geblendet, gestört.
Nach 50 Minuten war es kalt und der Tank leergeatmet.
Nur eine heiße Dusche konnte uns wieder “zum Leben” erwecken. So hielten wir’s.

Bewertung: ???
max. Tiefe: 13,8 bei einer Tauchzeit von 51′

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