Naturbeobachtungen – Zaunkönig

...Gezeter im Unterholz

Man spricht in diesen Tagen bereits von einem Jahrhundertsommer. Auch an diesem letzten Tag im Juli 2018 schob sich die Quecksilbersäule der Thermometers schon sehr früh in Richtung 35°C. 

Ich suchte deshalb zwischen den Terminen nach einem schattigen Plätzchen, so dass mir das Gebiet der Schilde gerade Recht war.

Die Schilde, ein kleiner Nebenarm der Sude im nordwestlichen Mecklenburg, ist ein Biotop mit einer sehr vielfältigen Fauna. Fischotter sind hier genauso zu beobachten wie der Seeadler, vorausgesetzt man ist zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Im Freien war es nicht auszuhalten, die Sonne brannte erbarmungslos auf die nur mit Flipflops bekleideten Füsse. Rückzug in das klimatisierte Auto war so mein Gedanke als ich aus  dem schattigen Unterholz ein lautes, mir bekanntes Gezeter vernahm. Auf einem Reisighaufen unter einem Baum hatten sich mehrere Zaunkönige versammelt und schmetterten ihren sehr markanten, eindringlichen Ruf in die erhitzte Luft. Ein Baum bot mir Deckung. Das Einbeinstativ hatte ich dabei und das Teleobjektiv war an die Sony geschraubt. Die unerträgliche Hitze vergass ich ich für einige Augenblicke.

Manchmal gleich drei Vögel sassen in den Reisighaufen, tanzten und flogen abwechselnd auf einen Ansitzast und trällerten von dort ihr Lied. Die Sonne lukte manchmal durch das dichte Geäst. Ich konnte einige Fotos machen, sogar ein kleines Video konnte ich auf die Speicherkarte bannen.

Der nächste Termin trieb mich zum Aufbruch!

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