Meine kleine Fotoschule – Histogramm

Teil 1 | Das Histogramm

Für mich ist das Histogramm das wichtigste Hilfsmittel zu Bewertung eines Fotos.

Meine Kameras sind deshalb sowohl im Live View Modus als auch im Suchermodus immer so konfiguriert, dass ich das Histogramm sehe. Bei den heutigen, digitalen Kameras ist dies Stand der Technik.

Das Histogramm liefert mir einen ersten Anhaltspunkt über die Belichtung des Fotos. Sofern sich der im Histogramm dargestellte Graph ausgewogen zwischen dem linken und rechten Rand befindet, sollte eine ausreichende Belichtung vorliegen.

…aber was heißt das – linker und rechter Rand?

Nun, im Histogramm werden auf einer waagerechten Skala die Tonwerte eines aufgenommenen Bildes von dunkel nach hell dargestellt. Das Histogramm zeigt für jeden Farbkanal (Rot, Grün, Blau) die Verteilung der Helligkeitswerte an. Links werden die dunklen Töne angezeigt, rechts die hellen Töne. Die Höhe des Ausschlags zeigt an, wie viele Informationen in der entsprechenden Helligkeitskategorie vorhanden sind. 

Ein Bild ist immer dann richtig belichtet, wenn sich der Graph möglichst zwischen dem linken (Tiefen) und rechten (Lichter) Rand befindet. Damit ist sichergestellt, dass alle Tonwertinformationen vorhanden sind.

Darstellung des Histogramms

Als Faustregeln kann man sich merken:

  • Graph mit Tendenz nach links = Bild zu dunkel | unterbelichtet
  • Graph mit Tendenz nach rechts = Bild zu hell | überbelichtet oder ausgebrannt
  • der Graph sollte an den Rändern nicht abgeschnitten sein
  • im Zweifel eher nach links belichten, weil:

Sensoren mit dunklen Schattenpartien viel besser umgehen können, als mit verlorenen Lichtern. Die Sensoren zeichnen gerade in den dunklen Bereichen noch eine Menge Bilddetails auf. Schattenpartien kann man in der Bildbearbeitung relativ gut aufhellen, bis zu einem gewissen Grad sogar ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

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