Landschaftsfotografie – Landschaften im Zeitraffer

.. Sonne und Schnee in der Lewitz | es ist Winter geworden

„Der Zeitraffer ist eine filmische Methode zur Beschleunigung der Langzeitaufzeichnung von Bewegungsabläufen, bei der die Bildfrequenz (Bildrate) der Aufnahmekamera im Verhältnis zur Abspielfrequenz herabgesetzt wird. Werden die Aufnahmen dann mit normaler Geschwindigkeit abgespielt, scheint der aufgenommene Vorgang schneller abzulaufen.“ | Quelle: Wikipedia |

Soweit die blanke Theorie. Kurz zusammengefaßt – aus vielen einzelnen Bildern, die in gleichen Abständen über einen langen Zeitraum aufgenommen werden, wird im Ergebnis eine kurze Filmsequenz, die das Aufgenommene in beschleunigter Form wiedergibt.

Vor zwei Tagen fiel der erste Schnee in diesem Jahr. Die Landschaft ist mit einer dünnen Schneeschicht überzogen, die Temperaturen liegen deutlich unter dem Gefrierpunkt und nach dem Grau der letzten Tage wurde Sonne angekündigt. Was sollte mich in den vier Wänden halten?

Eingepackt in warme Klamotten und bewaffnet mit einer gehörigen Menge heißem Tee war das Europäische Vogelschutzgebiet Lewitz der richtige Ort für mein Vorhaben. Braucht es doch für eine brauchbare Timelapseaufnahme auch eine richtige Location. Die Dütschower Brücke ist ein solcher Ort. Markant verbindet die Bogenbrücke die beiden Ufer. An der Brücke steht auch der einzige Beobachtungsturm, von dem aus man die umliegenden Fischteiche überblicken kann.

Mein Vorhaben setzte ich mit dem iPhone um. Montiert auf einem Stativ und aufgerüstet mit einer Powerbank starte ich die App „Zeitraffer“. Für den Rest braucht es nur Geduld und bei diesen Temperaturen insbesondere heißen Tee. Wie im Bilderbuch ging die Sonne vor mir unter und verschwand irgendwann in den Fischteichen. Alles brauchte ca. 90 Minuten. Der 1. Teil meiner Unternehmung war im Kasten.

Hinter mir in der Wiesenlewitz stieg der Nebel auf. Auch dies nahm ich noch mit und setzte das Stativ genau in die entgegengesetzte Richtung und nahm noch einmal Rohmaterial von ca. 30 Minuten Länge auf.

Ich hatte also Material von ca. 2 Stunden Länge. Der Feinschliff am Mac stutzte dieses Material auf ein finales Ergebnis von ca. 30 Sekunden Filmlänge.

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