Flugtag in der Lewitz

...der Frühling ist schon zu merken

An diesem „Vorfrühlingstag“ im März 2017 stand die Sonne um die Mittagszeit schon hoch. Das Licht und die angenehme Wärme sind eine Wohltat für die Seele, die, zu mindestens bei mir, ob der vergangenen grauen Tage schon etwas gelitten hat.

Rotmilan im Flug

Es hat den Anschein, dass auch die Vogelwelt in der heimischen Lewitz diese Sonne zum Anlass nimmt um Flugübungen zu veranstalten. Die Rotmilane sind aus dem Süden zurück und lassen sich von der Thermik tragen. Dabei schlagen sie kaum mit den Schwingen, sie gleiten elegant durch die Luft. Zu beobachten ist, dass sie paarweise fliegen, die Balz scheint bei diesen Greifen begonnen zu haben. Mir ist schon öfter aufgefallen, dass die Rotmilane neugierig zu sein scheinen, nur so kann ich mir erklären, dass sie manchmal auf Fotodistanz kommen, gerade so als ob sie nachschauen wollten, was unter ihnen so los ist. Gestern konnte ich zwei Rotmilane beim Nestbau beobachten, ein Tier sicherte von oben und das andere Tier brachte Nestmaterial zur „Baustelle“. Die Sicherung war auch angeraten, denn ein junger Seeadler stänkerte und wollte das Material klauen. Es folgte ein kurzer aber lauter (so wurde ich erst darauf aufmerksam) Luftkampf, der Rotmilan blieb Sieger, nur der Ast wechselte aus den Greifen in den Schnabel.

…auch die Mäusebussarde bewegen sich paarweise und  unter lautem Rufen in luftigen Höhen.  Hier ist zu beobachten, dass diese Vögel einen relativ großen Bewegungsradius zu haben scheinen. Anders als die Rotmilane, die recht standorttreu sind, und somit mir die Ortung erleichtern, bewegen sich die Bussarde großflächig im Revier. Eine lokale Ortung ist daher schwierig, eine Sichtung somit oftmals Glück. Aber auch hier konnte ich feststellen, dass diese ansonsten sehr scheuen Vögel gegenwärtig nicht so schnell flüchten. Nach etwas kürzeren und nicht so hohen Flügen setzt sich der eine Bussard i.d.R. auf einen Ast wohin gegen der andere Bussard weiter kreist. Die markanten Rufe werden immer vom sitzenden Vogel abgegeben. Einen Nestbau, wie beim Rotmilan, konnte ich nicht beobachten. Ein Nest gefunden habe ich aber auch noch nicht.

Die gegenwärtigen Beobachtungen machen Lust auf mehr. Dazu braucht es noch mehr Sonne, wenn es nach mir gehen würde auch einen knackigen blauen Himmel, nur dann kann sich die Körper-und Flügelzeichnung der Greifvögel noch intensiver vom Hintergrund abheben.   

 

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