Eisvogel | Alcedo atthis – eine Fortsetzung

...fast noch perfektes Licht
Eisvogel

In diesem Sommer müssen die wenigen sonnigen Momente einfach genutzt werden. Das Licht an dem Augustfreitag war fast optimal, die Sonne stand schon tiefer warf ein warmes Licht und ich hatte das Zelt an Bord. Was lag näher als nach den Eisvögeln zu schauen.

Ich wählte einen dichten Standort frontal zum Ansitzast. Es vergingen keine 10 Minuten und er saß auf seinem angestammten Platz in bestem Fotolicht. Eine kleine Bewegung von mir ließ den Vogel aufschrecken und er flog mit lautem Geschimpfe davon. Das war`s dann wohl, waren so meine ersten Gedanken.

…aber wie es so ist in der Wildlifefotografie, ich sage mir immer – „einer geht noch“ und setzte mir einen Zeitrahmen, quasi nach dem Motto: „Kommt er – ist es gut, kommt er nicht – ist es auch nicht so schlimm!“ So habe ich es gehalten, zwei Stunden waren mein Limit. Die Sonne wanderte, der Ansitz tauchte immer mehr in den Schatten, kein Wunder, denn mein Zelt stand unmittelbar davor und warf den Schatten selbst. Kurz vor Ablauf des Ultimatums, die Astspitze war nur noch in der Sonne, vernahm ich ein bekanntes Platschgeräusch, der Eisvogel war in der Nähe und flog tatsächlich noch einmal auf den Ansitz. Ich nahm was da war, wenig Licht aber es ging gerade noch so.

Es war mal wieder ein besonderes Wildlifeerlebnis mit dem Quäntchen Glück auf meiner Seite.

 

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