Eisvogel | Alcedo atthis

Aufatmen

Meine Befürchtung hat sich glücklicherweise nicht bestätigt – der Eisvogel ist immer noch da!

Eisvogel mit Fisch

Es war bereits Ende Juni und seid den letzten kalten Tagen im Winter habe ich den türkisfarbenen Juwel der Lüfte nicht mehr am angestammten Ansitz beobachten können. 

Bei meinen Streifzügen durch die heimische Lewitz flatterte er immer mal wieder an mir vorbei, das leuchtende Gefieder ließ keine Zweifel aufkommen. Im Revier war er noch aber warum nicht auf seinem (meinem) Fotoansitz?


 

An diesem Junitag war es nicht mein Ziel mich in das Tarnzelt zu setzen und auf den Eisvogel zu warten. Irgendetwas in mir veranlaßte mich trotzdem auf meiner Fotopirsch das Tarnzelt zu schultern und, was für ein Zufall, nach einiger Zeit landete ich tatsächlich am Platz des Ansitzes. Das Licht an diesem schon fortgeschrittenen Nachmittag war gut | die Sonne stand auf 16.00 Uhr | und ich entschloß mich es einmal zu probieren. Als ich mich näherte flatterte der Vogel gerade davon, ohne Gemecker, ein gutes Zeichen, vermutlich hatte er mich nicht bemerkt, so dass die Chance bestand, dass er zurück kommen würde.

Schnell war das Versteck aufgebaut und das Warten begann. Bis maximal 18.00 Uhr hatte ich mir als Zeitfenster gesetzt. Gut 20 Minuten vor Ablauf der Zeit kam die Erlösung. Der sehr markant leuchtende Vogel kam frontal auf mich zu und setzte sich auf den Ansitz. Zunächst nur mit dem Rücken zu mir.

Ich blieb cool, erfahren wie ich bin (grins!!!), stellte den Fokus auf manuell und wartete. Irgendwann drehte er sich um. „Er“ stimmte sogar, denn der Schnabel war schwarz, die Füsse waren noch dunkel, leicht ins orange gehend – vor mir sass ein junger Eisvogelmann. Eine Viertelstunde verbrachten wir zusammen, die Distanz zwischen uns keine 5 Meter.

Der Eisvogel war zurück! 

Videoclip

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