Drosselrohrsänger | Acrocephalus arundinaceus

Töne aus dem Schilf | wo nur ist der Vogel?

Wer schon einmal versucht hat an einem schilfbewachsenen Teich im Schilf ein Lebewesen zu fotografieren, der kann erahnen wie es mir an diesem Mainachmittag ergangen ist. 

Bei den zahlreichen Umrundungen der Lewitzer Fischteiche in diesem erst kurzen Frühling habe ich diese kleinen Vögel stimmgewaltig wahrgenommen, so manchen Schilfhalm sah ich wackeln, konnte so erahnen, dass sie tatsächlich da sein müssen aber zu Gesicht bekommen habe ich die Drosselrohrsänger bisher nicht. 

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Die Luft an den Fischteichen war quasi „greifvogelfrei“, ich musste nicht auf die Greife hoch oben achten, die Sonne stand schon etwas tiefer und ein Strauch kam mir zu Hilfe. Ich konnte beobachten, dass ein Vogel, ich vermutete, dass es ein Männchen des Drosselrohrsängers  war, sich in einem begrenzten Umfeld hin und her bewegte. Es hatte den Anschein als wenn er lautstark sein Revier verteidigte. Dabei flog er von Halm zu Halm, hielt sich immer nur kurz auf und begann dann seine Runde von vorn. Das war meine Chance. Der oben genannte Strauch bot mir Deckung. Ich konnte das Tele (400 mm Brennweite) auf das Stativ stellen, die Sony adaptieren und warten.  Der AF, auch bei dem kleinsten eingestellten Messpunkt, funktionierte nicht, er stellte alles scharf aber leider nicht den Vogel. Es war unmöglich so den Fokus zu setzen. Also musste die manuelle Variante den gewünschten Erfolg bringen. 

…nur – es brauchte eine Weile um zunächst einen erfolgsversprechenden Ansitz des Vogels, nach Möglichkeit frei von störenden Schilfhalmen, zu finden. Sitz der Vogel dann am gewünschten Platz, ja dann muss er auch noch sitzen bleiben. Ich hatte das Glück, dass sich diese beiden Basics für einen kurzen Moment erfüllten. 

Mit Unterstützung der Lupenfunktion an der Sony 7r2 konnte ich relativ gut den Schärfepunkt finden. Ab da hatte der Vogel  quasi verloren. Er gab sein Konzert und ich bannte eine Serie von RAW’s auf die Speicherkarte. 

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